Spätestens heute hat es sich bezahlt gemacht meine Laufschuhe in den Koffer zu quetschen: Als einer der äber 59.000 Teilnehmer machte ich mich am Morgen auf den 10 Kilometer langen Weg durch Vancouver.
Gestartet wurde bei erfrischenden 3 Grad mitten in der Innenstadt, so dass am Sonntagmorgen die Stadt fast vollständig von uns Läufern eingenommen wurde.
Zwar mischte sich ab und an die Sonne unter die zahlreichen Zuschauer, während des Aufwärmens wurde aber klar, dass nicht das Wetter sondern eine Zeitung Namensgeber der Veranstaltung ist.
Zu Beginn ging es von der Innenstadt in Richtung Stanley Park, bevor wir an den Stränden entlang auf den ersten Anstieg, die Burrard Bridge, zuliefen.
Hier begann sich langsam die Spreu vom Weizen zu trennen, so dass sich einige Teilnehmer schon nach der Hälfte der Strecke dem angenehmeren Teil des Sonntagvormittags widmeten.
Die folgenden drei Kilometer führten uns dann an zahlreichen Musikern vorbei zur Cambie Bridge, der letzten Hürde vor dem Ziel.
Der letzte der insgesamt drei Anstiege machte dann doch einigen so sehr zu schaffen, dass sie wenige hundert Meter vor dem Ziel aufgeben mussten. Wie heißt es doch so schön: Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.
Obwohl ich in letzter Zeit wenig bis gar nicht trainiert habe, kam ich doch auf eine zufriedenstellende Zeit von 54 Minuten und 59 Sekunden.
In etwa genauso lange dauerte es nach dem Lauf jedoch am Gear Check um die warme Kleidung in Empfang zu nehmen. Zwar waren die einzelnen Kleiderbeutel in den Farben der sechs verschiedenen Startzonen gehalten, trotzdem suchten die freiwilligen Helfer meist die Nadel im Heuhaufen.
Für Zahlenfreunde: Von den 59.179 gemeldeten Läufern fanden 44.168 den Weg ins Ziel, davon gerade einmal 7.735 vor mir.
Der Sieger überquerte nach 29 Minuten und 26 Sekunden die Ziellinie, die Siegerin nach 33 Minuten und 35 Sekunden.
Die Durchschnittszeit lag bei 1 Stunde, 17 Minuten und 19 Sekunden.
Nach geschlagenen 4 Stunden, 31 Minuten und 37 Sekunden kam auch der oder die letzte ins Ziel.
Gerüchte, wonach es sich um einen verirrten Touristen handelt, kann ich an dieser Stelle weder bestätigen noch widerlegen.
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