Verfasst von: Denis | Samstag, 2. August 2008

Heimreise

Morgen Vormittag um 12 Uhr geht es nach 163 Tagen in Canada wieder zurück nach Deutschland. Nach einem dreieinhalbstündigem Stopp in Calgary werde ich am Montag voraussichtlich um 11:20 Uhr in Frankfurt landen.

Auf dem etwa neunstündigen Flug von Calgary nach Frankfurt darf ich mir dank der neuen Kabinenausstattung in den Air Canada-Maschinen meinen Zeitvertreib aus etwa 40 Filmen (u.a. 21 mit Kevin Spacey, 88 Minutes mit Al Pacino, Kung-Fu Panda und What Happens in Vegas mit Cameron Diaz und Ashton Kutcher) sowie zahlreichen Fernsehserien und Musikalben zusammenstellen.

Nachdem ich heute Abend den Abschiedslachs verspeist haben werde ist die Stadt Vancouver so freundlich mir ein halbstündiges Abschiedsfeuerwerk zu präsentieren: Das Finale der Celebration of Light, dem größten Feuerwerkswettbewerb der Welt, bei dem in den letzten zwei Wochen bereits Canada, die USA und China vor jeweils etwa 350.000 faszinierten Zuschauern zahlreiche Knallkörper in die Luft geschossen haben.

Bis die Tage,
Denis

Verfasst von: Denis | Samstag, 28. Juni 2008

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Da ich heute wieder erst um 18 Uhr zum Tellerwaschen antreten musste, habe ich mir vormittags einen sonnigen Platz am False Creek gesucht und die Sonne genossen.

Dummerweise bin ich unter der Mittagssonne eingeschlafen und so ähnelt meine Hautfarbe nun der unseres Lieblingserzfeindes, dem englischen Pauschaltouristen auf Mallorca.
Genauso entspannt wie ich unter dem Tagesgestirn lag muss es beim Liegenreservierduell auf der besagten Insel zurzeit zugehen: Während die Inseleuropäer in der balearischen Sonne brutzeln sind die Deutschen schließlich zum Fußball gucken in Österreich.

Verfasst von: Denis | Samstag, 28. Juni 2008

Touristen-Typologie

 

Leider ist man auch in Vancouver vor der Touristeninvasion nicht gefeit – besonders am Wochenende.
Hier zwei der unübersehbaren Erscheinungsformen:

Der Deutsche

Wo?
Straßenkreuzung

Wer?
40- bis 60-jähriges Ehepaar

Wie?
Auf der Suche nach dem Hotel oder Schiff, dabei steigt die Wahrscheinlichkeit der Schiffssuche proportional zum Alter.
In der Hand mindestens ein Reiseführer und ein Stadtplan pro Person. Sie trägt den überladenen Rucksack, er die mit Handy, Taschenmesser, Kamera, zahlreichen Ersatzspeicherkarten und Flug- oder Schiffsticket bestückte Gürteltasche. Beide tragen die gleiche Outdoorjacke, wahlweise in rot-schwarz, grün-schwarz oder blau-schwarz.

Der Japaner

Wo?
An allen Orten die im Reiseführer stehen.

Wer?
Eine Busladung (sehr) alter Ehepaare. Er agiert mit Fotokamera und Videokamera gleichzeitig, sie ist damit beschäftigt sich mit dem zum Sonnenschirm umfunktionierten Regenschirm vor den Strahlen zu schützen.

Wie?
Mit dem Victory-Zeichen vor der Kamera posierend und zahlreichen Souvenirs im Gepäck.

Wo wir gerade bei Schiffen waren: Wer ganz viel Glück hat darf ein Kreuzfahrtschiff beobachten, das im Hafen von Vancouver seine Reise beginnt, und kommt in den Genuss der Sicherheitseinweisung. Immer wieder ein schön anzusehendes Schauspiel:

 

Verfasst von: Denis | Sonntag, 4. Mai 2008

Alles neu macht der Mai

Nach langem Basteln freue ich mich euch meine neuen Seiten mit gaaaaanz vielen Fotos vorzustellen:

http://denisincanada.kilu.de

Viel Spaß!

Verfasst von: Denis | Sonntag, 20. April 2008

Vancouver Sun Run

Spätestens heute hat es sich bezahlt gemacht meine Laufschuhe in den Koffer zu quetschen: Als einer der äber 59.000 Teilnehmer machte ich mich am Morgen auf den 10 Kilometer langen Weg durch Vancouver.

Gestartet wurde bei erfrischenden 3 Grad mitten in der Innenstadt, so dass am Sonntagmorgen die Stadt fast vollständig von uns Läufern eingenommen wurde.
Zwar mischte sich ab und an die Sonne unter die zahlreichen Zuschauer, während des Aufwärmens wurde aber klar, dass nicht das Wetter sondern eine Zeitung Namensgeber der Veranstaltung ist.

Zu Beginn ging es von der Innenstadt in Richtung Stanley Park, bevor wir an den Stränden entlang auf den ersten Anstieg, die Burrard Bridge, zuliefen.
Hier begann sich langsam die Spreu vom Weizen zu trennen, so dass sich einige Teilnehmer schon nach der Hälfte der Strecke dem angenehmeren Teil des Sonntagvormittags widmeten.
Die folgenden drei Kilometer führten uns dann an zahlreichen Musikern vorbei zur Cambie Bridge, der letzten Hürde vor dem Ziel.

Der letzte der insgesamt drei Anstiege machte dann doch einigen so sehr zu schaffen, dass sie wenige hundert Meter vor dem Ziel aufgeben mussten. Wie heißt es doch so schön: Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.

Obwohl ich in letzter Zeit wenig bis gar nicht trainiert habe, kam ich doch auf eine zufriedenstellende Zeit von 54 Minuten und 59 Sekunden.
In etwa genauso lange dauerte es nach dem Lauf jedoch am Gear Check um die warme Kleidung in Empfang zu nehmen. Zwar waren die einzelnen Kleiderbeutel in den Farben der sechs verschiedenen Startzonen gehalten, trotzdem suchten die freiwilligen Helfer meist die Nadel im Heuhaufen.

Für Zahlenfreunde: Von den 59.179 gemeldeten Läufern fanden 44.168 den Weg ins Ziel, davon gerade einmal 7.735 vor mir.
Der Sieger überquerte nach 29 Minuten und 26 Sekunden die Ziellinie, die Siegerin nach 33 Minuten und 35 Sekunden.
Die Durchschnittszeit lag bei 1 Stunde, 17 Minuten und 19 Sekunden.
Nach geschlagenen 4 Stunden, 31 Minuten und 37 Sekunden kam auch der oder die letzte ins Ziel.
Gerüchte, wonach es sich um einen verirrten Touristen handelt, kann ich an dieser Stelle weder bestätigen noch widerlegen.

Verfasst von: Denis | Montag, 7. April 2008

New York

Groß.

Sehr groß.

Riesengroß.

Verfasst von: Denis | Samstag, 29. März 2008

Goodbye Ottawa! Bonjour Montréal!

Ottawa: Hauptstadt, Regierungssitz – das war es dann auch leider schon fast.

Ich moechte der Stadt einfach mal zu Gute halten, dass sie sich noch im Winterschlaf befindet, denn ausser dem Regierungssitz am Parliament Hill gibt es nicht wirklich viel zu sehen.
Allein die sehr grosse Zahl an Joggern laesst erhoffen, dass die Stadt im Sommer aus ihrem Schlaf erwacht.

Nach drei Naechten in der Gefaengniszelle in Ottawa durfte ich mich dank guter bis sehr guter Fuehrung von der Stadt verabschieden und mich am Donnerstag auf den Weg in das weitaus lebenderige Montréal in Québec machen.
Gerade erst ans alltaegliche Englischsprechen gewoehnt darf ich hier nun ganz tief im Mittelstufengedaechtnis kramen um noch ein paar halbwegs zusammenhaengende und verstaendliche Franzoesischbrocken auszupacken.

Gestern (Freitag) habe ich Vieux Montréal (die Altstadt) und die Île Notre-Dame mitsamt des Circuit Gilles Villeneuve (Formel 1-Strecke) erkundet, heute stand dann der Mont Royal auf dem Programm – dank Schnee und Eis ein muehsamer Aufstieg, doch der Ausblick auf die Stadt und das Umland entschaedigte fuer die Muehen.

Am morgigen Sonntag steht ein Tagesausflug nach Québec-Ville auf dem Programm, bevor es am Montagmorgen ueber die Grenze nach New York City geht.

Salut,
Denis

Verfasst von: Denis | Sonntag, 23. März 2008

Weiter geht’s

Nach langer Zeit erfahrt ihr zum Osterwochenende endlich wieder etwas über meine Zeit in Canada:

Meinen 23. Geburtstag habe ich in Niagara Falls verbracht um mir die gleichnamigen Wasserfälle anzusehen. Zwar stürzt dort wie bei allen anderen Wasserfällen auch das kühle Nass einfach nur in die Tiefe, doch allein die Größe bzw. Breite der Niagarafälle ist beeindruckend.
Dank der in den letzten Wochen stets unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen war der untere Teil des Niagara River meterdick zugefroren, so dass die berühmten „Maid of the Mist“-Boote noch im Winterschlaf ruhen.
Ein Abstecher auf die US-amerikanische Seite (Bundesstaat New York) führte dazu, dass ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben meinen Geburtstag in zwei verschiedenen Ländern verbracht habe.

Letzten Montag bin ich dann auf das höchste freistehende Gebäude der Welt und Wahrzeichen Torontos, den 553,33 Meter hohen CN Tower, gefahren und habe die Aussicht auf die Stadt und den Blick in die Tiefe aus 342 Metern durch den Glasboden genossen.
Dank der wolkenfreien Sicht konnte mein Adlerauge sogar das 160 Kilometer entfernte Rochester im US-Bundesstaat New York erspähen.

Am Freitag schließlich stand dann ein wenig Bildung auf dem Programm und mein Weg führte mich ins Royal Ontario Museum.
Da aufgrund des halbierten Eintrittspreises am Freitagnachmittag und der gerade eröffneten Charles Darwin-Ausstellung etwa 150 andere Sparfüchse auf die grandiose (?) Idee gekommen waren, entschloss ich mich zunächst die Fast-Food-Kette meines Vertrauens (keine Werbung, Tipp: Wenn man sich in Toronto mit einem unterirdischen Verkehrsmittel fortbewegen möchte, sucht man ein sehr ähnliches Schild…) aufzusuchen.
Die abermals nur scheinbar gute Idee endete darin, dass die Schlange (mehr dazu in einer bald folgenden Serie über kanadische Eigenheiten) auf etwa 250 bis 300 wartende Museumsbesucher angewachsen war.

Sobald meine frischgewaschen Sachen getrocknet sind werden Koffer und Rucksack gepackt, denn morgen früh geht die Reise endlich weiter.

Nächster Halt: Ottawa

Die erste längere Greyhoundfahrt (im Gegensatz zur bevorstehenden 46-Stunden-Fahrt von New York nach Winnipeg nahezu lächerliche fünf Stunden) bringt mich in die etwa 400 Kilometer von Toronto entfernte, 785.000 Einwohner zählende Hauptstadt Canadas.
Nächtigen werde ich dreimal im HI Ottawa Jail-Hostel, einem ehemaligen Gefängnis. Schön euch gekannt zu haben…

Verfasst von: Denis | Donnerstag, 13. März 2008

Im Westen nichts Neues

Schon seit langer Zeit gibt es hier nichts Neues zu lesen. Dies liegt zum Einen daran, dass ich zurzeit nicht viel unterwegs bin sondern meine weitere Reise plane und zum Anderen daran, dass es noch ein paar technische Hürden zu überwinden gibt bevor ich euch mit Bildern versorgen kann.
Morgen fahre ich zu den Niagara Falls, am Wochenende werde ich euch dann mit dem entsprechenden Bericht – und vielleicht auch mit den ersten Bildern – versorgen.Im Laufe der nächsten Woche kann sich dann wer mag im Bereich „Wann und wo?“ auf den neuesten Stand in Sachen Reiseroute bringen.

Greets from chilly Toronto,
Denis

Verfasst von: Denis | Mittwoch, 27. Februar 2008

Wind chill

Nachdem ich bisher dachte, gefühlte Temperatur (von wem stammt eigentlich der Ausdruck? Vielleicht Andreas „Ich habe vom Feeling her ein gutes Gefühl“ Möller?!) würde generell überbewertet und „von den Medien hochsterilisiert“ (Bruno Labbadia) wurde ich heute eines Besseren belehrt:
Einmal an der Kreuzung die falsche Richtung gewählt und schon schlägt er zu: der wind chill factor. Dank ihm werden aus -10 Grad dann gerne mal -20 Grad und nur noch die Flucht in die shopping mall oder die Unterwelt kann helfen…

„Und nun zum Wetter“:
Morgen (Donnerstag) -14 Grad, mit wind chill -22 Grad
Freitag -1 Grad und Schnee
Samstag 0 Grad

Verfasst von: Denis | Mittwoch, 27. Februar 2008

Erste Eindrücke aus Toronto

Nach meiner insgesamt etwa 23-stündigen Reise bin ich am späten Samstagabend in Toronto angekommen. Am Sonntagmorgen stand dann die erste richtige Stadterkundung (einen flüchtigen Blick auf den 553 Meter hohen, die gesamte Stadt überragenden CN Tower konnte ich mir trotz zufallender Augen am Samstag doch nicht verkneifen) an, abends folgte dann im Hostel die Oscar Night.
Anfang der Woche machte ich mich mit der überlebensnotwendigen Social Insurance Number im Gepäck auf Jobsuche. Nachdem nach und nach die meisten der Kaffee- und Fastfood-Ketten der Millionenstadt meinen Lebenslauf kennen war es mein sächsischer Zimmergenosse Marc der mir zu meinem ersten Job in Canada verhalf: Er schleppte mich zu Fran’s, einem typischen nordamerikanischen 24-Stunden-Restaurant, das seine Pforten im Toronto der 1940er Jahre geöffnet hat. Dort werde ich mich ab morgen (Donnerstag) vom Tellerwäscher zum Millionär vorarbeiten und den Grundstein für das Blockhaus (natürlich mit Gästehaus) in der kanadischen Wildnis legen.

Verfasst von: Denis | Sonntag, 24. Februar 2008

Angekommen

in Toronto: -3 Grad, Schneeberge am Straßenrand und auf den Wiesen. Näheres und erste Eindrücke folgen morgen.

Verfasst von: Denis | Mittwoch, 13. Februar 2008

In 10 Tagen…

… befinde ich mich wohl gerade mit United Airlines-Flug 909 vor der nordamerikanischen Atlantikküste.

Nach einem etwa zweieinhalbstündigen Aufenthalt am Chicago O’Hare International Airport bringt mich United Airlines-Flug 1108 weiter nach Toronto, der Hauptstadt Ontarios und mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern größten Stadt Canadas.

Dort werde ich die ersten dreißig Tage und Nächte meiner Reise durch Canada verbringen. Sobald ich nach ein paar Tagen meine Social Insurance Number (Sozialversicherungnummer) in den Händen halte geht es auf Jobsuche.

Für meinen Geburtstag am 14. März ist ein kleiner Ausflug zu den Niagara Falls angedacht, wo der Niagara River 21 Meter (USA) bzw. 52 Meter (Horseshoe Falls, Canada) in die Tiefe stürzt und weiter zum Lake Ontario fließt.

Canada political

Am 24. März geht die Reise dann weiter: Nach möglichen Abstechern nach Ottawa, der Hauptstadt Canadas, in Ontario sowie Montréal und Québec in der stark französisch geprägten Provinz Québec werde ich mich mit den Greyhound-Bussen auf den etwa 4.500 Kilometer langen Weg in Richtung Vancouver machen.

Als Zwischenstationen sind Winnipeg in Manitoba sowie Calgary und Banff in Alberta geplant.
Gegen Ende April möchte ich dann Vancouver ankommen und von dort aus die übrigen fünf Monate angehen.

Soviel erst einmal zum groben Reiseweg. Einige von euch werde ich ja am Samstag nochmal sehen, bevor dann ab Montag die Koffer für die große Reise gepackt werden.

Canada topo
Verfasst von: Denis | Donnerstag, 3. Januar 2008

„you may now travel to Canada“

Auch heute wieder der alltägliche Blick in den Briefkasten… Spannung… da ist er: der Brief der Kanadischen Botschaft:

„Your application to work has been approved; you may now travel to Canada.“

Es kann also losgehen: knapp 7 Monate oder 30 Wochen oder 210 Tage in Canada stehen vor mir.

Verfasst von: Denis | Mittwoch, 19. Dezember 2007

200 Tage Canada

Liebe Leute,

schön, dass Ihr auf meine Seite gefunden habt!

Hier werde ich euch demnächst über die Vorbereitungen für meine Zeit in Canada berichten und während meines Aufenthalts auf dem Laufenden halten.

Am 11. Dezember hat die Kanadische Botschaft in Berlin endlich die Visumsanträge entgegengenommen.
Nun warte ich auf die Antwort um zu erfahren ob mein Antrag genehmigt wird…

 

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