Verfasst von: Denis | Sonntag, 23. März 2008

Weiter geht’s

Nach langer Zeit erfahrt ihr zum Osterwochenende endlich wieder etwas über meine Zeit in Canada:

Meinen 23. Geburtstag habe ich in Niagara Falls verbracht um mir die gleichnamigen Wasserfälle anzusehen. Zwar stürzt dort wie bei allen anderen Wasserfällen auch das kühle Nass einfach nur in die Tiefe, doch allein die Größe bzw. Breite der Niagarafälle ist beeindruckend.
Dank der in den letzten Wochen stets unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen war der untere Teil des Niagara River meterdick zugefroren, so dass die berühmten „Maid of the Mist“-Boote noch im Winterschlaf ruhen.
Ein Abstecher auf die US-amerikanische Seite (Bundesstaat New York) führte dazu, dass ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben meinen Geburtstag in zwei verschiedenen Ländern verbracht habe.

Letzten Montag bin ich dann auf das höchste freistehende Gebäude der Welt und Wahrzeichen Torontos, den 553,33 Meter hohen CN Tower, gefahren und habe die Aussicht auf die Stadt und den Blick in die Tiefe aus 342 Metern durch den Glasboden genossen.
Dank der wolkenfreien Sicht konnte mein Adlerauge sogar das 160 Kilometer entfernte Rochester im US-Bundesstaat New York erspähen.

Am Freitag schließlich stand dann ein wenig Bildung auf dem Programm und mein Weg führte mich ins Royal Ontario Museum.
Da aufgrund des halbierten Eintrittspreises am Freitagnachmittag und der gerade eröffneten Charles Darwin-Ausstellung etwa 150 andere Sparfüchse auf die grandiose (?) Idee gekommen waren, entschloss ich mich zunächst die Fast-Food-Kette meines Vertrauens (keine Werbung, Tipp: Wenn man sich in Toronto mit einem unterirdischen Verkehrsmittel fortbewegen möchte, sucht man ein sehr ähnliches Schild…) aufzusuchen.
Die abermals nur scheinbar gute Idee endete darin, dass die Schlange (mehr dazu in einer bald folgenden Serie über kanadische Eigenheiten) auf etwa 250 bis 300 wartende Museumsbesucher angewachsen war.

Sobald meine frischgewaschen Sachen getrocknet sind werden Koffer und Rucksack gepackt, denn morgen früh geht die Reise endlich weiter.

Nächster Halt: Ottawa

Die erste längere Greyhoundfahrt (im Gegensatz zur bevorstehenden 46-Stunden-Fahrt von New York nach Winnipeg nahezu lächerliche fünf Stunden) bringt mich in die etwa 400 Kilometer von Toronto entfernte, 785.000 Einwohner zählende Hauptstadt Canadas.
Nächtigen werde ich dreimal im HI Ottawa Jail-Hostel, einem ehemaligen Gefängnis. Schön euch gekannt zu haben…


Antworten

  1. gefängnis- endlich eine grundlegende, meiner meinung nach längst schon überfällige erkenntnis, die an deiner fast schon sympathischen (^^) verkorkstheit etwas drehen könnte;-)
    hauptsache du überlebst das, denn „meet the six – all over the world“ (dieser äußerst kreative untertitel kam bei letztlicher geringfügiger trunkenheit^^) ist das omnipräsente, hier schon sehnlichst auf deine unterstützung wartende unternehmen!
    also schwing dich auf in höhere kanadische sphären, anstatt dich in gefängnissen abzuseilen und machet jut.
    feinste grüße vom omegatierchen

    …p.s.: wovon lebt eigentlich peter?!
    - mehr dazu im studi!

  2. Jetzt lernst du den Knast kennen, mmhhh was soll ich davon halten?! :-P
    Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß in Canada.
    Meld dich und schick mal ein paar Bilder.

    M;M und T

    p.s.: Herzlichen Nachträglich


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